Die Schrift – ein Wunder

Haben Sie schon einmal aufmerksam zugesehen, wenn ein Kind in Schreibschrift schreibt? Grenzt es nicht an ein kleines Wunder, wie – manchmal noch unter großer Anstrengung – die Schriftzeichen auf dem Papier auftauchen, wie sich die Buchstaben auf wundersame Weise miteinander verbinden und etwas entsteht, das Sinn ergibt?

Die neue Ausstellung im Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen ist diesem Wunder gewidmet! Sie zeigt bemerkenswerte Arbeiten der Kalligrafin Claudia Dzengel aus Wien – überraschend, wie vielfältig die Künstlerin mit Schrift umgehen kann! Mal lässt sie sich von Musik inspirieren, mal von der römischen Trajansäule, ein anderes Mal schreibt sie altäyptische Schriftzeichen mit einer Pommesgabel in einem leuchtenden Orangeton. Damit auch bei den Gästen die Leidenschaft fürs Handschriftliche geweckt wird, locken zahlreiche Mitmachtische: An ihnen kann die japanische Kalligrafie ausprobiert werden, ebenso wie arabische Schrift, erste Versuche mit dem Brushpen helfen beim Einsteigen ins hochaktuelle Handlettering und wer sich zunächst gerne aufwärmen möchte, kann mit dem „Schreiben ohne Buchstaben“ beginnen.  Die beiden Kalligrafie-Kollegen von Claudia Dzengel, Junko Baba und Ali Kianmehr geben Einblicke in die japanische und arabische Schriftkunst.

Das Museum bietet außerdem lebendige Workshops und Führungen für Schulklassen zur Ausstellung an.

Schreiben – handmade ist eine wahre Liebeserklärung an die Handschrift. Sie lädt ein, in die Geschichte der Schrift einzutauchen, über ihre unfassbare Vielfalt zu staunen und vor allem selbst Hand anzulegen, beim Kritzeln, Schreiben und Experimentieren. Die Ausstellung eignet sich für Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene.