Zwei neue Standorte für Naturkindergarten

Gemeinderat der Stadt Blaustein beauftragt Stadtverwaltung, bis zu zwei Einrichtungen im Stadtgebiet zu errichten. Entscheidung für geeignete Grundstücke in der Winterhalde (Ehrenstein) und Karolinensteige (Herrlingen).

Der Bedarf an Kindergarten-Plätzen in Blaustein ist angesichts hoher Geburtenraten und steigender Anzahl von Kindern aus Geflüchteten-Familien ungebrochen hoch. Nun ist die Stadtverwaltung auf dem Weg zu einem ergänzenden Einrichtungsangebot in Form von Naturkindergärten einen entscheidenden Schritt weitergekommen: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom Dienstag, 6. Dezember, zwei geeignete Standorte im Stadtgebiet festgelegt. „Dadurch können bis zu 40 neue Kindergartenplätze entstehen, die wir dringend benötigen“, sagt Hauptamtsleiterin Anke Jaeger.

Vielfältige Kinderbetreuungseinrichtungen ergänzen
Das bisher bestehende Angebot in Blaustein mit sieben städtischen, vier kirchlichen und einem Waldorf-Kindergarten soll um ein naturnahes Angebot ergänzt werden. Wald- und Naturkindergärten bieten ein deutliches Gegengewicht zur heutigen strukturierten und technischen Lebenswelt. „Wir sehen es als eine absolute Notwendigkeit, ein bis zwei Naturkindergärten in das vielfältige Angebot aufzunehmen“, erklärt Jaeger: „Dabei soll es sich nicht um eine integrierte Einrichtung in einer Kindertagesstätte mit Gebäude handeln, sondern um einen „klassischen“ Naturkindergarten, der dem Sinn und Zweck der Kinderbetreuung im Freien am deutlichsten entspricht.“ Nachdem die geplante Einrichtung eines Naturkindergartens im Lautertal im Frühjahr 2022 abgelehnt worden war, hat die Stadtverwaltung dem Landratsamt des Alb-Donau-Kreises weitere Standorte zur Prüfung vorgeschlagen. Dabei wurde ein Grundstück am ehemaligen Spielplatz in der Winterhalde im Stadtteil Ehrenstein von der übergeordneten Behörde bereits für gut befunden. Ein weiterer Standort in der Karolinensteige in Herrlingen wird vom Landratsamt derzeit geprüft. Da dort jedoch weder ein Naturschutz- noch ein Landschaftsschutzgebiet berührt werden, geht die Stadtverwaltung auch hier von einer positiven Entscheidung aus.

Privater oder städtischer Betrieb möglich
In der Vergangenheit haben sich bereits unterschiedliche Interessenten bei der Stadt Blaustein gemeldet, die sich vorstellen könnten, einen Naturkindergarten auf Blausteiner Gemarkung zu konzipieren. Sobald die Standorte vom Gemeinderat freigegeben sind, wird bei den Anbietern ein Konzept angefordert, um dieses den stimmberechtigten Gremien vorzustellen. Daneben ist auch die Option eines städtischen Naturkindergartens möglich. Der Gemeinderat sprach sich am Dienstagabend einstimmig dafür aus, Kindergärten an beiden Standorten zu realisieren. Eine Kostenschätzung ist noch nicht erfolgt. Allerdings liegen die Kosten eines klassischen Naturkindergartens weit unter den Kosten eines ansonsten möglicherweise erforderlichen Neu- oder Anbaus.

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Hauptamtsleiterin Anke Jaeger, jaeger@blaustein.de, Tel: 07304 802 -1200.