Der Arbeitskreis Sicherheit des Frauenforums Ulm hat gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Stadtverwaltung und Polizei einen Stadtrundgang zu Angsträumen durchgeführt. Ziel war es, das subjektive Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum zu stärken und konkrete Verbesserungen anzustoßen.
„Trotz rückläufiger Kriminalitätszahlen bleibt das Unsicherheitsgefühl bei vielen Menschen hoch“, sagt Sprecherin Franziska Wiker. „Wir wollen problematische Orte sichtbar machen und gezielt verbessern – etwa durch bessere Beleuchtung, mehr Übersicht, Notrufmöglichkeiten und stärkere Präsenz.“
Besucht wurden unter anderem Bahnhofsvorplatz, Bahnhofssteg, Schillerstraße, Universum Center, Ehinger Tor und Kobelgraben. Diskutiert wurden neben Beleuchtung und Sauberkeit auch Videoüberwachung, soziale Problemlagen sowie Angebote zum Selbstschutz.
Das Frauenforum begrüßt bereits eingeleitete Maßnahmen der Stadt, fordert aber mehr Transparenz und Kommunikation. Ein besonderer Fokus lag auf Unterführungen: Diese sollten möglichst vermieden oder sicherheitstechnisch verbessert werden.
„Sicherheit entsteht vor allem durch belebte, gut gestaltete Räume“, betont Dana Hoffmann. Entsprechend unterstützt das Frauenforum städtebauliche Maßnahmen zur Aufwertung der Innenstadt.
Das Frauenforum fordert, Sicherheit als dauerhafte Gemeinschaftsaufgabe zu verankern – mit regelmäßigen Begehungen, verlässlicher Finanzierung und einer digitalen Meldestelle für Angsträume.
Das Frauenforum lädt alle interessierten Frauen zur nächsten Sitzung am 21. Mai um 19 Uhr im großen Sitzungssaal im Ulmer Rathaus ein, dort wird der AK Sicherheit auch noch einmal ausführlich über den Stadtrundgang berichten.
„Wir nehmen die Anregungen unserer Bürgerinnen und Bürger sehr ernst und arbeiten kontinuierlich daran, dass Ulm noch sicherer wird und sich alle Menschen auch sicher fühlen. Das wollen wir unter anderem mit besserer Beleuchtung, mehr Videoüberwachung und einer stärkeren Präsenz von Ordnungskräften erreichen. Am Deutschhaus haben wir den Digitalen Begleiter und Videoüberwachung installiert. Aktuell prüfen wir den Videoschutz auch für den öffentlichen Teil der Unterführung in den Sedelhöfen sowie auf dem Bahnhofsvorplatz. Mit diesen Maßnahmen setzen wir unser Konzept für mehr Sicherheit und Sauberkeit um. Im regelmäßigen und engen Austausch mit den Sicherheitsbehörden und den Ulmerinnen und Ulmern nehmen wir auch neuen Ideen gerne auf. Deshalb bin ich dem Frauenforum für seine Anmerkungen dankbar.“ OB Martin Ansbacher
Foto: Ditte Endriß

