Die meisten Kinder sind geborene Wasserratten. Schon im Mutterleib ist jeder Mensch von Wasser umgeben, und viele Mütter entscheiden sich nach wie vor für eine Wassergeburt. Babys können in den ersten Lebensmonaten schwimmen – taucht man sie unter Wasser, halten sie wie selbstverständlich die Luft an und bewegen sich fort. Diese Fähigkeit geht in den ersten Lebensmonaten verloren, wenn das Vertrauen im Wasser schwindet und der Respekt davor steigt.

In der Regel behalten Kinder eine Vorliebe für das kühle Nass bei, weshalb Wassersport eine hervorragende Freizeitbeschäftigung darstellt. Kinder können im Wasser aber nicht ohne Weiteres den Routinen ihrer Eltern folgen, der Sport muss auf sie abgestimmt sein. Voraussetzung ist neben der Sicherheit beim Schwimmen auch der Spaß an der Bewegung im Wasser. Oft wollen nur die Eltern, dass ihre Kinder den einen oder anderen Sport erlernen. Hat das Kind keine Lust darauf, ist das Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Zeigen Kinder Begeisterung, müssen sie sich auch in Zurückhaltung üben. Wassersport birgt Gefahren, die Eltern und Kindern bewusst sein müssen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und dem eigenen Sportgerät gehören genauso dazu wie die Motivation zum regelmäßigen Training. Kinder, die Sport im nassen Element ausüben wollen, sollten sicher schwimmen und auch kein Problem damit haben, wenn ihr Kopf sich auch mal unter Wasser befindet – was je nach Sportart länger oder kürzer der Fall ist.

Vom Schwimmen zum Tauchen 

Schwimmkurse gibt es bereits für die Kleinsten. Schwimmen ist nicht nur ein gutes Training für die Muskulatur, sondern auch für das Herz-Kreislauf-System. Von Brust- und Rückenschwimmen über Kraulen bis hin zu Delfin, der Stil spielt hier definitiv eine Rolle. Der natürliche Auftrieb im Wasser macht Schwimmen zu einer gelenkschonenden Sportart, der Wasserwiderstand sorgt für ein effektives Kraft- und Ausdauertraining.
Kinder ab acht Jahren können die Oberfläche verlassen und sich weiter nach unten begeben. Tauchen ist eine spannende Reise in die Tiefe, die aber ein hohes Maß an Verantwortung für sich selbst und für andere erfordert. Da Organe und Atemwege dem Wasserdruck standhalten müssen, sollte ein Arzt vor dem ersten Tauchkurs die Tauchfähigkeit des Kindes bestätigen.

Segeln und Surfen für coole Typen

Cooles Outfit und ein cooles Auftreten, das macht sie aus, die Snowboarder des Sommers. Ab sechs bis sieben Jahren können Kinder mit auf ihre Größe abgestimmten Sportgeräten Surfen oder Segeln erlernen. Wichtig ist natürlich, dass das Kind gut schwimmen kann. Darüber hinaus sollte es in der Lage sein, einmal unter dem Board oder Boot durchzutauchen. Angst davor ins Wasser zu fallen ist hier fehl am Platz. Das Kind sollte außerdem dazu in der Lage sein, das Surfboard oder Segelboot im Wasser sowie an Land selbstständig zu befördern.

Das Wir-Gefühl beim Mannschaftssport 

Sportarten wie Wasserball oder Wasserrugby zielen nicht nur auf körperliche, sondern auch stark auf soziale Fähigkeiten wie Teamgeist und Mannschaftsgefühl ab. Rücksichtnahme und Fairplay gehören genauso dazu wie Ehrgeiz und Motivation. Mannschaftssportarten im Wasser sind für Kinder ab sieben Jahren geeignet. Voraussetzung ist auch hier die Sicherheit beim Schwimmen.

Alle Tipps zum Thema „Sicherheit im Wasser“ sind im kostenlosen E-Book zu finden, das von zwei Expertinnen, Samantha Schenk und Cynthia Sassenroth, geschrieben ist.