Die Kinderstiftung Ulm/Donau-Iller unterstützt die Aktion „Tauschregale für Kindergärten“ des Familienmagazins „Kinder in der Stadt“. Dank dieser Unterstützung haben rund 30 weitere Einrichtungen im Raum Donau/Iller Tauschregale bekommen.

„Leseförderung beginnt im Kleinkindalter“, ist Almut Grote, die Herausgeberin des Familienmagazins „Kinder in der Stadt“ überzeugt: „Je selbstverständlicher ein Kind von Anfang an Zugang zu Büchern hat, desto selbstverständlicher wird es sie auch nutzen.“ Aus diesem Grund veröffentliche ihr Magazin schon regelmäßig Buchempfehlungen – „aber das reicht nicht: Was ist mit den Kindern von Eltern, die selber nicht lesen können und deshalb auch das Heft nicht lesen oder anderen, die sich zum Kaufen zu wenig Geld haben und sich auch nicht die Mühe machen wollen, Bücher aus der Bücherei zu holen?“

Von den öffentlichen Tauschregalen war Grote von Anfang an begeistert. Auch diese sind für Kinder jedoch in der Regel nur mit Hilfe ihrer Eltern erreichbar. Da kam sie auf die Idee, das Vertriebsnetz von „Kinder in der Stadt“ zu nutzen, um Tauschregale in Kindergärten zu bringen und vor allem auch untereinander zu vernetzen. Über die Ausfahrer, die alle zwei Monate die neuen „KidS“-Hefte in die Kindergärten bringen, können die Einrichtungen Bücher untereinander austauschen oder sich zusätzliche Bücher direkt von „Kinder in der Stadt“ bringen lassen. Die Regale sind eine Spende vom Möbelhaus Ikea. Die Kopfbretter, die sie als „Tauschregal“ kenntlich machen, wurden von Schülerinnen und Schülern der Freien Waldorfschule Ulm an der Römerstraße im Kunstunterricht liebevoll individuell mit Gemälden gestaltet. Jedes dieser Kopfbretter ist ein Unikat.

Um die Tauschregale mit Büchern zu bestücken, haben der Verlag, das Familienzentrum Neu-Ulm und das Möbelhaus Ikea 2014 einen Spendenaufruf gestartet: Rund 1500 gebrauchte Bücher wurden von Privatleuten gespendet; hinzu kamen einige hundert neue Bücher von Verlagen und Buchhandlungen. Die gewerblichen und großen Spender sind auf www.kids-ulm.de aufgelistet. Noch immer gehen Bücherspenden an den drei Sammelstellen ein – und werden auch benötigt: Mittlerweile sind rund 60 Kindergärten am Tauschregal-Netzwerk beteiligt. Die Organisation und Koordination wurde von der Kinderstiftung Ulm/Donau-Iller unterstützt.

Das Bild zeigt die jungen Künstler an der Waldorfschule Römerstraße mit den Kopfbrettern, die sie gestaltet haben. Ganz rechts im Bild ihr Kunstlehrer, Heinrich Römlein, und die Herausgeberin von „Kinder in der Stadt“, Almut Grote.

Bücherspenden nehmen das Familienzentrum Neu-Ulm in der Kasernstraße 54 und ikea an der Blaubeurer Straße entgegen; sie können auch bei Kinder in der Stadt in der Neuen Gasse 6 in Neu-Ulm-Offenhausen abgegeben oder einfach vor die Tür gestellt werden. Auskunft gibt Kinder in der Stadt unter der Telefonnummer 0731/9774620.