„Wenn ich abnehme, dann immer an den falschen Stellen!“ Wer kennt nicht diese Klage eigentlich schlanker Frauen über die hartnäckigen Polster, die jeder Diät trotzen? Manchmal würde frau sich da wirklich gern einfach „in Form schneiden“ lassen – aber das tut ja weh, ist teuer und außerdem bestimmt nicht gesund.

Die Vorstellung, das Fett direkt an den Problemstellen einfach wegzuschmelzen, und das nicht mit Hitze, sondern mit Kälte, klingt da fast zu schön, um wahr zu sein. Die Maschine, die das bewirken soll, ist jedoch ganz real: Sie steht in Kristin Junges Figurstudio n-icebody in der Kornhausgasse und kommt von der Neu-Ulmer Firma Zimmer Medizinsystem.  „Kryolipolyse“ nennt sich das Verfahren, von griechisch „kryo“ für Kälte, „lipos“ für Fett und „lysis“ für Auflösung.

Während der Behandlung liegt man auf einer bequemen Liege, die auf Wunsch beheizt werden kann, während ein Applikator auf die zuvor markierte und mit einem speziellen Vlies geschützte „Problemzone“ aufgesetzt wird. Der Behandler wählt die individuelle Einstellung und  betätigt einen Schalter, die Maschine beginnt zu brummen und beginnt, die Fettschicht ganz langsam und vorsichtig in den Applikator hineinzuziehen und zu kneten. Das fühlt sich relativ angenehm an, bis auf ein leichtes Ziepen am einen oder anderen Rand. Nach ein paar Minuten endet die Massage, aber die Fettschicht bleibt im Applikator und wird insgesamt 60 Minuten lang gekühlt. Zum Abschluss knetet der Applikator die Stelle nochmal einige Minuten lang durch, bevor er sie wieder in die Wärme entlässt. Nachdem er entfernt wurde, kann es zu einem Wiedererwärmungsschmerz kommen, wie man ihn vom Heimkommen nach der Schneeballschlacht kennt. Das werde von der Kundschaft sehr unterschiedlich wahrgenommen, so Kristin Junge.

Dieses Empfinden nimmt man aber gern in Kauf für den erhofften Effekt, dass nämlich 20 bis 30 Prozent aller Fettzellen an dieser Stelle durch die Behandlung verschwinden: „Man kann sich vorstellen dass durch die Kälte eine gewollte Entzündung ausgelöst wird, so dass die Fettzellen dadurch abgebaut und über Lymphe und Leber verstoffwechselt werden“, erklärt Kristin Junge. Dieser Prozess dauere acht bis zwölf Wochen oder länger, deshalb sei direkt nach der Behandlung außer vielleicht einer vorübergehenden Rötung erstmal nichts zu sehen. Die nächsten Behandlungen könnten nach jeweils vier bis sechs Wochen stattfinden.

Direkt nach der Behandlung geht der Behandler mit einem zweiten Gerät, einer Stoßwelle, über die behandelte Stelle um den Abbauprozess zu unterstützen. In den USA spreche man vom „fat cracker“ so Kristin Junge. Die Stoßwelle soll auch einen hautstraffenden Effekt haben. „Wir verwenden sie auch bei der Cellulite-Behandlung“, sagt Kristin Junge. Die Haut werde dadurch angeregt, neue Collagenstrukturen aufzubauen. Das Geräusch sei das Unangenehmste daran, schmerzhaft sei es nicht. „Mit Öl ist das schon fast wie eine straffe Massage.“

„Man muss realistisch sein“, betont Kristin Junge. „Es gibt eine Verbesserung, aber nicht so dramatisch wie in manchen Werbungen mit Vorher-Nachher-Effekt.“ Die Methode sei ausdrücklich für die Modellierung der Figur gedacht, nicht zum Abnehmen.

Gegen Übergewicht bietet n-ice body die Sanguinum-Stoffwechselkur an, die, wie die Heilpraktikerin Dorothee Richter betont, „keine Diät, sondern ein Stoffwechseltraining“ sei. Es handle sich um ein „naturmedizinisches Abnehmkonzept“, das seit 15 Jahren existiere und vor allem in Norddeutschland sehr verbreitet sei. Der Erfolg basiere vor allem auf der individuell gestalteten Ernährungsumstellung und einer intensiven Betreuung. „Die Ursachen für Übergewicht sind vielschichtig. Dies gilt es zunächst therapeutisch mit dem Patient zu ergründen.“  Dabei gehe es „nicht nur um die Zahl auf der Waage, sondern um den Mensch in seiner persönlichen Gesundheits- und Gefühlslage“.

Das Thema Entgiftung ist dabei ebenso wichtig. Ein spezieller Sanguinum-Kräutertee soll die Entgiftung unterstützen, dazu werden homöopathische Sanguinum-Ampullen verabreicht. Bis zu dreimal pro Woche kommt der Patient ins Studio, zum Wiegen und zur Kontrolle, ob er auch wirklich Fett und nicht Muskelmasse abgebaut hat. Die Patienten seien sehr zufrieden, erzählt Kristin Junge. Sie ist überzeugt: „Man muss Selbstverantwortung für seine Gesundheit übernehmen. Es ist schön, wenn man Menschen dabei unterstützen kann.“

Info: www.n-icebody.de